Kurzbeschreibung „Pipelinevermessung“

Die Ingenieurvermessung für Rohrleitungsbaufirmen gliedert sich in 3 Teilbereiche:

 
Biegevermessung:

Der Hauptzweck der Biegevermessung ist die Reduzierung der Verbindungsnähte. Das wird dadurch erreicht dass durch horizontal und vertikal passgenaues Einfügen von Feldbögen in die Rohrstränge möglichst viele Schweißnähte außerhalb des Rohrgrabens geschweißt werden können.

Voraussetzung dafür ist eine detaillierte Geländeaufnahme in der Rohrachse entweder klassisch mit Bandmaß und Neigungsmesser oder als Profil. Beide Verfahren führen zum gleichen Ziel, die Profilaufnahme hat den Vorteil, dass auch später die gemessene Geländeoberkante nachvollziehbar ist. Zusätzlich werden noch alle vom Tiefbau aufgesuchten Fremdleitungen, Pressungen und Bohrungen und bauliche Anlagen in Achsnähe aufgemessen.

Nach der Rohrausfuhr werden die Rohre entlang der Trasse einzeln nummeriert und gemessen, dann mit der vergebenen Rohrfolgenummer, Länge, Rohrnummer und Charge digital gespeichert.

Schon hier wird in den meisten Fällen festgelegt mit welchem Rohr der Strang beginnt (Start) und mit welchem Rohr der Strang endet (Stop). Auch das Vorgehen zum Kreuzen mit Fremdleitungen, Verkehrswegen und evtl. anderen Hindernissen wird mit der Bauleitung festgelegt.

Nach diesen Erkenntnissen werden die Rohre genau in die Trasse eingerechnet und eine Biege- und Rohrfolgeliste mit allen nötigen Angaben für die Biegemaschine und die Verbindungskolonnen hergestellt. Für Sonderpunkte wird zusätzlich eine Skizze entweder als Profil oder als Isometrie erstellt.

 Diese Biegeliste beschreibt den kompletten Arbeitsablauf des Rohrbaus.

 

Tiefbauvermessung:

 Zu Beginn der Bauarbeiten wird die vom AG übergebene Achse (meist nur die TS-Punkte) gesichert, verdichtet sowie der Arbeitsstreifen nach Angaben des AG abgesteckt.

 Nach der Durchführung der Biegevermessung werden alle sich daraus ergebenden Angaben der Leitungskonstruktion in die Örtlichkeit übertragen, das sind die Achse in der Geraden, die Bögen, die Kopflöcher und die Grabentiefe.

Diese Angaben stellen wir auch für die Maschinensteuerung in allen Systemen (Topcon, Trimble, Leica) zur Verfügung.

 

Dokumentation:

Die Dokumentation einer Rohrleitung besteht in der Regel aus dem Rohrbuch und in Stationen zusätzlich aus Isometrieen.

Wir bieten ein digitales Rohrbuch auf Datenbankbasis mit Deckblättern für fast alle Gasversorger an. Für die Übergabe in AG-eigene Systeme konvertieren wir unsere Daten in nahezu jedes System.